Schlag in die Magengrube für den Wirtschaftsstandort württembergisches Allgäu

17.01.2017

[Stuttgart/Allgäu] Rückzug von Marte und Dobler ist ein Schlag in die Magengrube für den Wirtschaftsstandort württembergisches Allgäu 

"Der Rückzug der Unternehmen Marte und Dobler aus dem IKOWA ist eine Schlag in die Magengrube für den Wirtschaftsstandort württembergisches Allgäu. Ich kritisiere mit aller Deutlichkeit die uneinsichtige Haltung des BUND und der örtlichen Kläger. Ich kritisiere die Kommunalpolitiker, die den Rückzug insbesondere des im Großflächenglasbereich einmalig innovativen und handwerksnahen Unternehmens Marte als eine gute Nachricht werten. Und ich hoffe, dass wir in der Region irgendwann einmal wieder zu einer politischen Kultur zurückkehren, in der es etwas zählt, wenn Gemeinden, Landratsamt, Regierungspräsidium und sogar der Petitionsausschuss des Landtags ein Projekt befürworten.

Unabhängig davon, wie die anhängenden Verfahren ausgehen, sendet der Fall IKOWA eine verheerende Botschaft an die Wirtschaft in der engeren wie auch in der weiteren Region. Entgegen anderslautender Stellungnahmen im Zuge des Marte-Dobler-Rückzugs gilt die Abwehrhaltung leider auch dann, wenn heimische Betriebe an die Tür klopfen. Ob Metzgerei, Handwerksbetrieb, Zulieferer oder Logistiker - selbst Unternehmen, die seit 100 Jahren im Allgäu heimisch sind, können darauf wetten, dass ihre Eingaben beklagt werden.

Die Region wird diese, unter dem Deckmantel des Naturschutzes im Grunde genommen wirtschaftsfeindliche, Haltung aushalten - eine Weile lang. Die Zeche fällt erst in der Zukunft an: Wenn sich innovative Unternehmen erst gar nicht mehr um einen Platz im württembergischen Allgäu bewerben. Und wenn sich expansionswillige Allgäuer Unternehmen lieber gleich in Zentren wie Memmingen, Kempten oder Ulm umschauen, wo unter gleichen gesetzlichen Bedingungen mehr Konsens darüber herrscht, dass eine florierende Wirtschaft die Grundlage ist für alle Wohltaten, die eine Kommune, ein Land, ein Staat verteilen kann.

Die Digitalisierung, die rasanten Veränderungen in der Automobilwirtschaft und im Maschinenbau sowie die zunehmende Innovationsgeschwindigkeit werden auch unsere Wirtschaftswelt im Allgäu verändern. Wer als Kommune und als Region darauf nicht mehr reagieren kann, weil kein ansiedlungswilliges Unternehmen ein "IKOWA II" erleben will, verliert langfristig Innovationskraft, Arbeitsplätze, Steuern und damit am Ende auch Zukunftsfähigkeit."

Text:
Pressestelle
Raimund Haser
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg  

 
 

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