Oberbürgermeister Manfred Schilder feierlich ins Amt eingeführt

21.03.2017

[Memmingen] In einer festlichen Sondersitzung des Stadtrats wurde Manfred Schilder (CSU) in sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Memmingen eingeführt. Stadtrat Helmut Börner nahm dem 59-Jährigen den Amtseid ab. Bürgermeisterin Margareta Böckh, die die Amtsgeschäfte in den vergangenen drei Monaten geführt hat, legte Manfred Schilder die Amtskette um. „Trage sie mit Stolz und Würde“, betonte die Bürgermeisterin.

„Voll und ganz, mit aller Kraft“ werde er sich in sein neues Amt einbringen, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder. Bei den vielen anstehenden Aufgaben gelte es fair um die besten Lösungen zu ringen, die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren und mit einzubeziehen. „Lassen Sie uns die Dinge mit Zuversicht und Tatkraft anpacken“, betonte der Oberbürgermeister. Man werde ihn in mehreren Rollen erleben, erklärte Schilder: als Zuhörer, Moderator und Koordinator genauso wie als Ideengeber, Antreiber und Entscheider, auch als Mahner und Brückenbauer. „Auf jeden Fall immer als Menschen, der Lust hat auf Perspektiven, auf Lösungen und auf gemeinsamen Erfolg.“ 

Die Gratulation der Regierung von Schwaben überbrachte Regierungspräsident Karl Michael Scheufele. „Wir werden eng zusammenarbeiten. Die Regierung von Schwaben und ich persönlich werden Sie nach Kräften unterstützen“, sagte Scheufele zu.

„Dass wir eine zweite Vereidigung erleben nach so kurzer Zeit, geht uns allen sehr nahe“, erinnerte Stadtrat Helmut Börner an den plötzlichen Tod von Oberbürgermeister Markus Kennerknecht kurz nach Weihnachten. Des verstorbenen Stadtoberhaupts gedachten alle Redner der Amtseinführung und viele Gedanken waren an diesem Tag bei Familie Kennerknecht.

Helmut Börner sprach auch Bürgermeisterin Margareta Böckh seine große Hochachtung und den Dank des Stadtrats aus für die „umsichtige und zielgerichtete Amtsführung“ in der Zeit der Vakanz im Oberbürgermeisteramt. Der Stadtrat und die Gäste der Amtseinführung erhoben sich von ihren Plätzen und zollten der Bürgermeisterin langanhaltenden Beifall.

Margareta Böckh sagte dem Oberbürgermeister auch für die Zukunft ihre Unterstützung zu. Eine engagierte Verwaltung und der Stadtrat werden ihm zur Seite stehen, betonte die Bürgermeisterin. Sie wünschte Oberbürgermeister Schilder  für die tägliche Arbeit Weisheit, weil mit Faktenwissen allein noch nichts entschieden sei, dazu Mut, Dinge auch bei Widerstand durchzusetzen und Freude am Oberbürgermeisteramt. 

Die Stadt Memmingen stehe finanziell gut da, resümierte Bürgermeister Werner Häring, der für den Stadtrat sprach. „Doch die Leistungsfähigkeit unserer Stadt hängt nicht allein von soliden Finanzen ab“, betonte Häring. Stadtrat und Oberbürgermeister müssten für gemeinsame Werte eintreten, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. „Es gibt zunehmend Kräfte in unserer Gesellschaft, die Freiheit und Würde in Frage stellen“. Hier gelte es klar Position zu beziehen. „Memmingen ist eine offene Stadt“, betonte Bürgermeister Häring. „Eine Stadt kann man nicht alleine regieren. Der Gesamtstadtrat ist der Souverän. Er wird dich unterstützen“, sprach Häring dem Oberbürgermeister zu.

Ein Oberbürgermeister diene in seinem Amt dem Frieden, indem er Anlaufstelle für Menschen in all ihren Anliegen sei und sich für das Allgemeinwohl einsetze, erklärte Dekan Christoph Schieder bei einer ökumenischen Andacht in der Kirche St. Johann Baptist, die der Amtseinführung vorausging. Gemeinsam mit Dekan Ludwig Waldmüller erbat er den göttlichen Segen für das neue Stadtoberhaupt.

Mit seiner Frau Karin trug sich Oberbürgermeister Manfred Schilder in das Goldene Buch der Stadt ein. Auch seine Mutter Herta, die erwachsenen Kinder, Schwiegertochter und Enkelkinder waren bei der feierlichen Amtseinführung im Rathaus mit dabei. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Jamila Nestle an der Klarinette und Claudia Jung am Akkordeon von der städtischen Sing- und Musikschule.

Zur Vita von Oberbürgermeister Manfred Schilder

Er ist passionierter Sportler und Vorsitzender mehrerer Memminger Vereine: Mit dem Christsozialen Manfred Schilder zieht ein gebürtiger Memminger ins Rathaus ein, der in der Stadt bestens vernetzt ist und beruflich seit Jahren gute Kontakte zu den Nachbarstädten- und landkreisen pflegt.

1958 wurde Manfred Schilder in Memmingen geboren. Er legte das Fachabitur ab, schlug bei der Bundeswehr die Offizierslaufbahn ein und studierte Betriebswirtschaftslehre. Nach seinem Diplom arbeitete er bei der Memminger Brauerei „Bürger- und Engelbräu“ und später als Dozent in Bildungseinrichtungen. 1997 wurde Schilder Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Memmingen/ Unterallgäu.

Nach rund zehn Jahren wechselte der Wirtschaftsexperte 2008 in die Geschäftsführung des  Allgäu-Airport und übernahm dort die kaufmännische Leitung. 2012 wurde Manfred Schilder IHK-Regionalgeschäftsführer Allgäu für die Landkreise Ober- und Ostallgäu sowie für die Städte Kempten und Kaufbeuren. Zudem arbeitete er als Unternehmensberater.

Seit 2014 setzte sich Manfred Schilder im Memminger Stadtrat für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Er war Referent für Finanzen und Grundstücke. Mit seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister endete sein Stadtratsmandat.

In zahlreichen Ehrenämtern ist Manfred Schilder im Stadtleben engagiert. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Turnvereins Memmingen (TVM), der zu den mitgliederstärksten Vereinen der Stadt gehört. Der 59-Jährige ist Vorsitzender der Freiwilligenagentur Schaffenslust und er hat den Vorsitz am Institut für angewandte Forschung e.V. inne. Zudem ist er Mitglied im Fischertagsverein, im Deutschen Alpenverein Sektion Memmingen und im Rotary Club Memmingen Allgäuer Tor.
Manfred Schilder ist verheiratet und hat mit seiner Frau Karin zwei Kinder und auch schon zwei Enkelkinder. Er gehört der Neuapostolischen Kirche an.

Text und Bilder: Stadt Memmingen

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