Kraftquelle Allgäu: Große Kräutervielfalt mit Pilgerroute zur inneren Einkehr

28.03.2017

[Westallgäu] Als großer und kraftvoller Kräutergarten mit meditativem Pilgerpfad hat sich das sonnenverwöhnte Westallgäu längst einen Namen gemacht. Am westlichsten Zipfel Bayerns finden sich Heilpflanzen wie Melisse, Arnika oder Zinnkraut sowie verschiedene Pilgerrouten auf dem Weg zur inneren Einkehr.

Zum Start in das Frühjahr 2017 haben die 13 Gemeinden des Verbunds Westallgäu Tourismus zusammen mit der Ferienregion Allgäu-Bodensee ihre Jahresprogramme „Kraftquelle Allgäu – Kräuter“ und „Samstagspilgern“ neu erstellt. Wer ohne Begleitung pilgern möchte, erfährt dazu alles Wissenswerte in der Broschüre „Der Jakobusweg“. In den drei Heften finden Gäste und Einheimische auf insgesamt 162 Seiten alles, was auf Geist, Leib und Seele wie Balsam wirkt. Tipps und Termine zählen ebenso dazu wie Routenplanungen, Seminare oder Kochkurse. Zusätzlich gibt es umfassende Informationen zu schmackhaften Kräutern und ausgewählten Westallgäuer Wildpflanzen mit natürlicher Heilkraft.   


„Immer mehr Menschen suchen wenigstens eine kurzfristige Auszeit vom privaten Alltag oder aus dem beruflichen Hamsterrad. Die 'Kraftquelle Allgäu' vereint mit den zentralen Themen Kräuter und Pilgern viele Sehnsüchte und Wünsche nach aktiver und passiver Erholung, innerem Einklang und körperlichem Wohlbefinden auf vielfältige Weise. Immer beliebter wird das von erfahrenen Pilgern und Seelsorgern geleitete 'Samstagspilgern', das Menschen aller Generationen einen Einstieg anbietet“, sagt Elena Kirchmann, Leiterin des Gästeamtes in Oberreute. 


Das Westallgäuer Teilstück des Jakobusweges führt durch atemberaubende Natur. Die Route verläuft quer durch den Landkreis Lindau über verschiedene Etappen durch das Westallgäu bis an den Bodensee. Die Routen sind grenzübergreifend und führen in wohltuender Höhenlage (600 bis 1.000 Meter) Richtung Bodensee, nach Lindau oder ins österreichische Bregenz. Das beeindruckende Alpenpanorama und die Ausblicke auf den Bodensee sind Wellness für die Augen der Pilger, die Wandertouren im Zeichen der Jakobsmuschel als „beten mit den Füßen“ bezeichnen. 


Wer die Nähe zu Gott mit gefalteten oder offenen Händen sucht oder für einen kurzen Moment einfach nur Ruhe finden, inne halten oder Kraft tanken möchte, der kann auf den Westallgäuer Pilgerpfaden zwischen vielen kleinen Kirchen und Kapellen auswählen. Allein in der Umgebung von Scheidegg finden sich 13 Kapellen, die durch zwei ökumenische Kapellenwege und einem Kneipprundwanderweg verbunden sind. 


Auf geradezu einzigartige Weise vereint das gotische Kirchlein St. Bartholomäus in Zell das  Bedürfnis nach innerer Einkehr und Fernsicht – ein Bänklein legt den Blick auf den Hochgrat (1.834 Meter) und das Rindalphorn (1.821) frei, die als höchste Erhebungen der Nagelfluhkette und des gesamten Allgäuer Voralpenlandes eine besondere Bedeutung haben. Wer nicht auf eigene Faust pilgern möchte, kann von Frühjahr bis Herbst beim geführten „Samstagspilgern“ testen, ob die Westallgäuer Wanderung im Geiste des Apostels Jakobus der richtige Weg ist. 


Orte der Inspiration und Begegnung zwischen Menschen und den Heilpflanzen ihrer Westallgäuer Heimat sind auch die zahlreichen Gärten mit Kräutern und Wildpflanzen, die während des gesamten Jahres Saison und für die Region eine ganz besondere Bedeutung haben. Alleine der Kräutergarten „Artemisia“ in Stiefenhofen bietet 300 verschiedene Kräuter und Heilpflanzen zum Verkauf an. Weitere typische Allgäuer Pflanzen mit Heilwirkung wachsen und gedeihen auf rund 1.000 Quadratmetern im Kräutergarten „Zellers“ in Argenbühl/Eglofs. 


Himmlische Antworten und Kräutersprüche aus alter Zeit erhalten Besucher im Kräutergarten „Himmelszipfele“ in Wangen-Leupolz. Wer genau wissen möchte, wie die Westallgäuer Kräuter auf Körper, Geist und Seele wirken oder welche Geheimnisse und mystische Geschichten es über die Westallgäuer Heilpflanzen zu erzählen gibt, dem sei eine Kräuterführung mit heimischen Expertinnen empfohlen

Über das Westallgäu

Sonnenlicht macht glücklich und gesund. Die Einwirkung von UV-Licht reguliert den Hormonhaushalt, beeinflusst das Herz-Kreislauf-System und produziert das Wohlfühlhormon Serotonin. Bei den Menschen im Westallgäu ist die „innere Uhr“ besonders intakt – das Westallgäu gehört zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Die Gemeinden Lindenberg und Scheidegg mit regelmäßig mehr als 2.000 Sonnenstunden pro Jahr ragen aus der Allgäuer Sonnenregion heraus. Beide Gemeinden bieten eine atemberaubende Natur sowie eine Fernsicht der Extraklasse: Aus dem Westallgäu erhaschen Gäste sogar einen Blick auf den Bodensee. Reich mit Sonne gesegnet sind auch die Gemeinden Gestratz, Grünenbach, Heimenkirch, Hergatz, Hergensweiler, Maierhöfen, Oberreute, Opfenbach, Röthenbach, Stiefenhofen und Weiler-Simmerberg, die allesamt zum Tourismus-Verbund „Westallgäu Tourismus“ zählen. 

Das Westallgäu liegt im äußersten Südwesten Bayerns auf 800 bis 1.000 Meter – zentral zwischen Alpenland und Bodensee. Die hügelige Voralpenlandschaft ist eingebettet in ein Mosaik aus Wiesen, Wäldern, Tobeln und malerischen Dörfern. Das Westallgäu grenzt an das Oberallgäu, das württembergische Allgäu, an den Bodensee und an Österreich. 

Das 70 Hektar große Naturschutzgebiet „Eistobel“ und die Scheidegger Wasserfälle sind besonders sehenswert in der Urlaubsregion im Dreiländereck, die sich auf verschiedene Art aktiv erleben lässt: Zu Fuß als Pilger und Kräutersammler auf dem Jakobusweg, um in der „Kraftquelle Allgäu“ neue Energie zu tanken oder auf den 31 „Westallgäuer Wasserwegen“ zu Wasserfällen, Weihern und Mooren, die eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt bieten. Eine Entdeckungsreise für die Familie ist eine Tour auf dem „Grenzerpfad“. Wanderern steht ein rund 620 Kilometer langes Wegenetz mit Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Durch das Westallgäu verläuft zudem ein Teil der „Wandertrilogie Allgäu“ – der bekannte Fernwanderweg mit drei Routen und 53 Etappen bietet Wanderspaß in drei Höhenlagen auf 876 Kilometern. 

Kulinarisch ambitionierte Radfahrer erkunden die Westallgäuer Genussregion auf der „Allgäuer Käsestraße“, für die sieben verschiedene Radtouren entwickelt wurden. Das Westallgäu ist ein Paradies für Genussradler, Mountainbiker und Rennradfahrer. Insgesamt steht Radfahrern ein Wegenetz von rund 220 Kilometern zur Verfügung.  
Das Westallgäu aus der Vogelperspektive erleben Besucher im „skywalk allgäu Naturerlebnispark“, Kulturgeschichte der ganz besonderen Art im Deutschen Hutmuseum in Lindenberg. 

In zwölf Gemeinden erhalten Urlaubsgäste bei Anreise die elektronische Gästekarte „Allgäu-Walser-Card“, die neben ermäßigten Preisen für attraktive Freizeitleistungen auch Vorteile im öffentlichen Nahverkehr bietet.  

 

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