Klimaschutz im regionalen Gewerbe +++ Schuldelegation besucht Unternehmen im Landkreis

31.01.2017

[Lindau] Regionale Produkte und Klimaschutz – zwei Themen, die gut zusammen passen. Davon hat sich eine Delegation von 33 Teilnehmern aus sechs weiterführenden und zwei Sonderschulen aus dem Landkreis Lindau vor Ort überzeugt. Initiiert und organisiert vom Klimaschutzmanager des Landkreises, Steffen Riedel, haben Schüler, Lehrer und ein Schulleiter die Meckatzer Brauerei und den Käsehersteller Hochland -beides EMAS-zertifizierte Betriebe – besucht. Auch auf dem Programm stand die Spedition Max Müller, die als Logistikunternehmen stark auf Klimaschutz setzt und den ersten Elektro-LkW Süddeutschlands im Fuhrpark hat.

„EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern“, erklärt Steffen Riedel.

Olaf Fabert, erster Braumeister der Meckatzer Brauerei, zeigte die anwesenden Schülern, wo ihre Kenntnisse in Physik und Chemie in einer Brauerei ihre praktische Anwendung finden. Bei einem Streifzug durch die Braukunst erklärte er, wie wichtig es für einen Gewerbebetrieb ist nachhaltig zu wirtschaften, wobei die Beschaffung des Braumaterials eine ebenso große Rolle spielt, wie deren energieeffiziente Veredelung zu erstklassigem Bier.

Bei Herbert Schuster, dem Umweltmanagementbeauftragten und Günther Breuss dem Energiemanager der Hochland Deutschland GmbH erfuhren die Schüler nicht nur wie Käse hergestellt wird, sondern auch wie dies energieeffizient erfolgt. Hochland gelang es in den letzten Jahren den Energieeinsatz pro Tonne erzeugtem Käse um ein Viertel zu senken. Wie auch bei der Meckatzer Brauerei spielen dabei Energieeinsparung und die Energieeffizienz als unsichtbare und beste Energiequellen die Hauptrolle. Damit dies funktioniert, muss die gesamte Belegschaft sensibilisiert sein und aktiv mitmachen. Breuss zeigte außerdem am Beispiel von drei Motoren, wie weiter Energie eingespart werden kann. Deren Austausch hatte eine Energieeinsparung von etwa 80.000 Kilowattstunden gebracht, was der Energiegewinnung einer großen Solarstromanlage auf einem Schuldach pro Jahr entspricht. Durch Erneuerung der Dampferzeugungsanlage, welche die Delegation im Anschluss besichtigte, konnten sogar über 400.000 Kilowattstunden eingespart werden.

Bei Max Müller, der Logistik- und Speditionsfirma im Landkreis Lindau, durften die Schüler mit Prokurist und Chef der Kontrakt-Logistik, Bernd Klos, Runden im Elektro-LKW drehen. Wirtschaftlich und dabei noch umweltschonend ist es, das Transportgut so effizient wie möglich zu befördern. So gelang es der Spedition im Laufe der Jahre durch Flottenmodernisierung den Dieselverbrauch von 38 Liter auf 24 Liter bei großen Lkws zu senken.


Text und Bild: Landkreis Lindau

Ein Teil der Schuldelegation vor dem Elektro-LKW der Spedition Max Müller. 
Ein Teil der Schuldelegation vor dem Elektro-LKW der Spedition Max Müller.
 

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