Zauberhafter Erlebnis-Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang

01.12.2017

[Bad Hindelang] Den sechsten Glockenschlag am Freitag vor dem ersten Advent vergessen die Besucher des Erlebnis-Weihnachtsmarktes in Bad Hindelang (01.-10. Dezember) nie mehr: Das Christkind entzündet zur Eröffnung 200.000 Lämpchen und taucht den bekannten Allgäuer Ferienort in einen zauberhaften Lichterglanz.

Es ist einer dieser magischen Momente, die den Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang seit 2002 für Einheimische und Gäste aus dem In- und Ausland so einzigartig macht. 1.200 freiwillige Helfer verwandeln mit viel Hingabe und Liebe zum weihnachtlichen Detail Bad Hindelang in ein besinnliches Weihnachtsdorf, das die kindliche Seele sowie die Sehnsucht der Erwachsenen nach der eigenen Kindheit anspricht.  

„Wenn es uns gelingt, wenigstens für zehn Tage Begriffe wie Besinnung, Nächstenliebe und Entschleunigung wieder stärker in das Bewusstsein der kleinen und großen Besucher zu rufen, dann hat sich die Mühe gelohnt“, sagt Organisatorin Brigitte Weber.

An jeder Ecke erleben kleine und große Besucher ihre persönlichen Gänsehautmomente. In der Engelswerkstatt himmlische Geschenke basteln, dem Christkind im Himmelspostamt Wunschzettel überreichen, im Kerzenhaus Weihnachtskerzen ziehen – der Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang gibt Kindern und Erwachsenen verloren geglaubte Erinnerungen zurück. Am bekannten „Türmchenmarkt“ und im Kurhaus erleben Kinder Kunst, Kultur und den Nikolaus, Erwachsene genießen die „Waldweihnacht“ am Bauernmarkt. Bundesweit einmalig sind freitags und sonntags die Weihnachtsumzüge mit 150 Figuren, darunter lebensgroße Nussknacker, Zylindermänner, Elfen und Engel.

Die Alphornbläser im bergromantischen Holzscheitdorf sorgen ebenso für Gänsehaut wie Kunsthandwerker, Eisschnitzer oder die imposante Krippenausstellung im Kurhaus. Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen und einheimische Familien zeigen ihre schönsten Christbäume. 140 Aussteller offerieren in über 80 aufwändig dekorierten Hütten Allgäuer Kunsthandwerk und Brauchtum, Gastronomen reichen regionale Speisen. 
Für kollektives Staunen sorgt seit vielen Jahren der mit wertvollen Geschenken dekorierte große Adventskalender, der die Fenster des 1660 erbauten Rathauses verziert. Im ersten und zweiten Stock des Rathauses zeigen Aussteller handgefertigte Filzarbeiten, handgemachte Puppen- und Bärenkleidung sowie die Handwerkskunst des Klöppelns.

Einmalig ist Deutschlands größte Nikolaus-Ausstellung, die 2017 in Hindelang Premiere feiert und über 400 Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Krampusse aus Kunststoff, Holz und Gips zeigt. Eine herausragende Sonderveranstaltung ist in diesem Jahr die Kinderoper „Aida und der magische Zaubertrank“. Für mystische Atmosphäre sorgen die in Mönchskutten gekleideten „Gregorian Voices“.

Zum fünften Mal ein Zuschauermagnet ist die alpenländische Weihnachtsoper „Stille Nacht“: Die weltweit einmalige musikalische Inszenierung des weltbekannten Weihnachtsliedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wird 11-mal im Kurhaus aufgeführt. 24 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren proben seit Monaten für ihre Auftritte.   

Über das Bühnenstück „Stille Nacht“

Im Jahre 1818 komponieren Hilfspriester Joseph Mohr und Lehrer Franz-Xaver das Lied „‚Stille Nacht, Heilige Nacht“. Dass diese Textzeilen bis heute weltweit Menschen rund um den Globus bewegen, konnte seinerzeit niemand erahnen. Mohr und Gruber schreiben und komponieren 1818 heimlich und gegen alle Widerstände im Dorf und studieren das Lied für Heiligabend ein.

Zum fünften Mal wird die weltweit einmalige musikalische Inszenierung des weltbekannten Weihnachtsliedes 2017 im Kurhaus Bad Hindelang aufgeführt. Die Hindelanger Inszenierung hat Allgäuer Charme und Lokalkolorit. 

Die Rollen in der Weihnachtsoper besetzen Kinder und Erwachsene aus der Allgäuer Region sowie professionelle Sänger und Schauspieler. Eine zentrale Figur in der Hindelanger Weihnachtsoper ist der kleine „Waisenknabe Vitus“. Der Bub, der die Kindheit von Hilfspriester Mohr widerspiegelt, begeistert die Besucher jährlich ebenso aufs Neue wie der Chor „Ostrachtaler Hirtenkinder“.

Schöpfer des Bühnenstücks sind Ideengeberin Brigitte Weber, die zur Geschichte mit Handlung 16 Liedtexte schrieb, sowie die Münchner Komponisten Ludwig Thomas und Marco Hertenstein. Chorleiter und Musikalischer Leiter ist Ralf Ludewig, Gründer, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Münchner Knabenchores. Das Bühnenbild arrangiert Domenico Stago für „Stago-Casall Arts“.

Regisseurin Weber hat seit ihrer Kindheit eine innige Beziehung zu Weihnachten: „Die Advents- und Weihnachtszeit hat für mich seit meiner Kindheit einen magischen Zauber, der beispiellos ist – das wollte ich immer weitergeben.“

Um für das Bühnenstück des weltweit bekanntesten und in mehr als 300 Sprachen übersetzten Weihnachtsliedes zu recherchieren, reiste Weber zu den Wurzeln des Ursprungs nach Oberndorf am Inn bei Salzburg. Hier wurde 1818 zur Weihnachtsmesse „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in der St.-Nikolaus-Kirche uraufgeführt. Der 200. Geburtstag des Weihnachtsliedes 2018 soll auch in Bad Hindelang groß gefeiert werden.


Text: Denkinger Kommunikation
Bilder: Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang

 

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