Vertragsnaturschutzprogramm Wald – ein Weg zu mehr Artenvielfalt

02.08.2018

[Lindau] Totholz bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie Spechte, Fledermäuse, Insekten und Pilze. Auch lebende Biotopbäume mit Spalten, Höhlen oder Efeubewuchs sind Wohnstätten für seltene Arten.

Diese Lebensräume sind selten geworden und deshalb umso wertvoller. Auch im Jahr 2019 gibt es daher wieder Mittel für das Vertragsnaturschutzprogramm Wald. Waldbesitzer können jetzt schon Förderanträge beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und beim Landratsamt Lindau stellen. 

Das Förderprogramm ist Teil des bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms. Es dient dazu, ökologisch wertvolle Lebensräume im Wald zu erhalten. Finanziell gefördert werden der Erhalt von Biotopbäumen und Totholz, die Wiederherstellung lichter Wälder und der Nutzungsverzicht auf besonderen Waldstandorten. Mit den Maßnahmen soll die Artenvielfalt in unseren heimischen Wäldern erhalten und entwickelt werden. Eine Käferkartierung in einer Reihe von Tobelwäldern unseres Landkreises hat erst unlängst bis jetzt verschollen geglaubte Naturschätze zu Tage gefördert. Zu diesen Schätzen gehört z.B. eine vom Aussterben bedrohte Schienenkäferart, die deutschlandweit bis jetzt nur aus dem bayerischen Wald und der Sächsischen Schweiz bekannt war.   

Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm Wald können wichtige Vernetzungsstrukturen und ökologische Trittsteine im bewirtschafteten Wald erhalten und geschaffen werden.

Eine Förderung ist unter anderem möglich, wenn geeignete Totholz- oder Biotopbäume für die nächsten 12 Jahre im Wald belassen werden. Die Förderhöhe ergibt sich bei einem vollständigen Nutzungsverzicht in geeigneten Waldflächen für die Dauer von 12 Jahren aus der Flächengröße.

Ansprechpartner für eine Beratung der Waldbesitzer sind:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten -Forstrevier Lindau – Christian Müller Tel.: 08382 6824 sowie das Landratsamt Lindau (Bodensee) - Untere Naturschutzbehörde – Ursula Sauter-Heiler Tel.:08382 270-351.

Text und Bild: Landratsamt Lindau

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