Michael Scharpf wiederholt erfolgreiche Vorträge zur Ortsgeschichte

19.02.2018

[Bad Wörishofen] Bad Wörishofen feierte 2017 ein bedeutendes Jubiläum: vor 950 Jahren wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Der Bad Wörishofener Michael Scharpf, der sich sehr für die Geschichte seines Heimatortes interessiert und insbesondere alte Fotos sammelt, bot dem Kur- und Tourismusbetrieb an, ehrenamtlich Power-Point-Vorträge zu verschiedenen Themen zu halten. 

Der Zuspruch aus der Bevölkerung übertraf sämtliche Erwartungen: über 1.600 Interessierte strömten in die insgesamt sechs Vortragsabende. Michael Scharpf hat diese Vortragsreihe um weitere Fotos ergänzt und bietet nun zwei interessante Themen erneut an:

Samstag, 10. März 2018, 16:00 Uhr im Kurtheater:„Wörishofen - Lazarettjahre und Ort der Heilung für Displaced Persons“:

Mit seinen Kurbetrieben und Sanatorien war Bad Wörishofen bereits im 1. Weltkrieg prädestiniert, um tausende verwundete deutsche Soldaten aufzunehmen. Auch im 2. Weltkrieg verwandelte sich der Ort erneut in ein großes Lazarett, kenntlich gemacht durch weithin sichtbare Rot-Kreuz-Bemalungen an Fassaden und auf Dächern. Mit Einmarsch der amerikanischen Armee wandelte sich das Bild innerhalb kürzester Zeit. Statt deutscher Soldaten beherrschten nun Displaced Persons das Bild der Kneippstadt, geschundene Menschen, die den Holocaust im KZ oder den Naziterror als entwurzelte Zwangsarbeiter überlebt hatten. Für manche von ihnen kam die Rettung zu spät, viele jedoch erfuhren hier Zuwendung und Pflege und fanden so zurück ins Leben.

In seinem Power-Point-Vortrag berichtet Michael Scharpf von dieser heute weithin unbekannten Facette der Wörishofer Geschichte und präsentiert zahlreiche, teils noch nie öffentlich gezeigte Fotos.

Samstag, 17. März 2018, 16:00 Uhr im Haus „Zum Gugger“:„Die lebende Photographie - über 120 Jahre Kinogeschichte(n) in Bad Wörishofen“

Am 18. April 1897 wurden Wörishofer Bürger und Kurgäste Zeugen einer als "Wunder des 19. Jahrhunderts" bezeichneten Veranstaltung im Gasthaus Krone. Zu sehen gab es "die lebende Photographie, dargestellt durch den Kinematograph". Dies markierte den Start der wechselvollen und spannenden Kinogeschichte der Kneippstadt, vom Wanderkino mit Separat-Herrenabenden über fast vergessene Spielstätten wie die explosiven Luitpold-Lichtspiele und das exklusive Kurfilmtheater. Mit dem Filmhaus Bad Wörishofen, 1933 als modernes Tonfilmtheater ge-gründet, schreibt Rudolf Huber mehr als 120 Jahre Kinogeschichte erfolgreich fort.

In einer unterhaltsamen Power-Point-Bilderschau zeigt Michael Scharpf interessante und kuriose Fotoraritäten, die diese Zeitspanne kurzweilig veranschaulichen. 

Der Eintritt ist jeweils frei. Der Verschönerungsverein Bad Wörishofen würde sich sehr über eine kleine Spende freuen.


Text: Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen
Bilder: Archiv Michael Scharpf, Bad Wörishofen

Festgäste bei der Eröffnung des Kurfilmtheaters. 
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Fahnenappell der Amerikaner vor dem Kurhotel Sproll. 
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