Karin Schoch-Ebenhoch und Richard Ebenhoch verabschieden sich von „ihrem“ Kneippbad

22.10.2017

[Leutkirch] Zu den gepflegtesten und beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Stadt gehört das Kneippbad. Das ist zu einem großen Teil das Verdienst von Karin Schoch-Ebenhoch und Richard Ebenhoch. Seit 2003 fühlten sie sich für das kleine Gesundheitsbad zwischen dem Vogelhaldenweg und der Balterazhofer Straße verantwortlich. Jetzt haben sie aufgehört.

„Irgendwann müssen wir den Absprung schaffen“, sagt Richard Ebenhoch. Der 82-Jährige hatte zuletzt ein paar gesundheitliche Probleme. Das nahm er zum Anlass, sich von „seinem“ Kneippbad zu trennen. Einen anderen Job macht der rüstige und fleißige Ruheständler allerdings weiterhin. Als Fahrer unterstützt er seine Frau, die die Schwäbische Zeitung austrägt und für Südmail, den Briefdienst von schwäbisch media, Briefe Sendungen zustellt. Das macht Richard Ebenhoch aus alter Verbundenheit zur „Schwäbischen Zeitung“. 45 lange Jahre hat er als Handsetzer, Maschinensetzer und Operator für die Heimatzeitung gearbeitet, bevor er 1998 in Ruhestand ging. 

Schon in seinen aktiven Jahren engagierte sich Richard Ebenhoch ehrenamtlich. Bei der Heimatpflege für das Glasmacherdorf Schmidsfelden und im „Projekt“ Schmidsfelden. Als der damalige Gästeamtsleiter Edmund Autenrieth einen Minijob für die Betreuung des Kneippbads ausschrieb, da hatte Richard Ebenhoch seine neue Aufgabe gefunden. „Autenrieth hat gesagt: Wenn der das macht, dann funktioniert es“, erinnert sich Ebenhoch. Und da hatte Edmund Autenrieth wahrlich recht. 

Die Ebenhochs machten das „Kneippbädle“ zu ihrer Herzensangelegenheit. Jährlich im April richteten sie den Platz und das Becken her, machten gründlich sauber und ließen das Wasser ein. Am 1. Mai begann dann die Saison, sie dauerte bis Ende September. Zweimal wechselten die Ebenhochs das Wasser, reinigten gründlich das Becken und räumten um das Bad herum auf. Aber das reichte nicht immer, um die Einrichtung in einem gepflegten Zustand zu halten. Bei Kontrollgängen zwischendurch gab es viel zu tun. „Wir haben uns oft geärgert“, erinnert sich Richard Ebenhoch. Zeitweise lieferten sich die Ebenhochs ein Hase-und Igel-Spiel mit Jugendlichen, die das Bädle nächtens als Party-Location nutzten. Bierflaschen im Becken und Scherben drum herum waren an der Tagesordnung, dann wieder wollte jemand im frischen Wasser des Kneippbads sein Fahrrad waschen, und es kam schon auch einmal vor, dass ein Igel seine Schwimmkünste überschätzte und im kühlen Nass des Beckens sein Ende fand. Richard Ebenhoch erinnert sich aber auch an „viele nette und freundliche Gespräche mit Leuten, die einfach sehr gerne zum Kneippbad gekommen sind und sich gefreut haben, dass es sauber und gepflegt ist. Wir bekamen immer viel Wertschätzung für unsere Arbeit.“ 

Die Ebenhochs haben in 15 Sommern Maßstäbe gesetzt. Jetzt werden Nachfolger für diese Aufgabe gesucht.  Und Ebenhochs freuen sich schon im Herbst 2017 auf den Sommer 2018, in dem sie auch zwischen April und September mal verreisen können. „Das“, sagt Karin Schoch-Ebenhoch, „haben wir in all den Jahren nie gemacht. Wir mussten ja nach dem Kneippbad sehen.“


Text und Bild: Stadt Leutkirch im Allgäu

Nach 15 arbeitsreichen Sommern: Karin Schoch-Ebenhoch und Richard Ebenhoch verabschieden sich von „ihrem“ Kneippbad 
Nach 15 arbeitsreichen Sommern: Karin Schoch-Ebenhoch und Richard Ebenhoch verabschieden sich von „ihrem“ Kneippbad
 

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