Isny - Am Baugebiet Mittelösch besteht großes Interesse

10.08.2017

[Isny] Die Stadt Isny entwickelt das Baugebiet Mittelösch. Auf etwa 5,5 Hektar städtischer Fläche könnten bis zu 180 Wohneinheiten entstehen. Das Interesse potentieller Bauherren ist sehr groß.

Isny braucht Wohnraum und mit dem geplanten Baugebiet Mittelösch könnte ein Teil dieses Bedarfs gedeckt werden. In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause stellte Hubert Sieber vom Planungsbüro Sieber, Lindau einen städtebaulichen Entwurf vor. Die Fraktionen waren in die Ideenfindung einbezogen, die Gemeinderäte zeigten sich denn auch angetan vom Entwurf. Fürs Mittelösch hat die Stadt erstmals eine Expertenrunde eingesetzt, die ein „Lastenheft“ definiert hat, wie Bauamtsleiter Claus Fehr erläutert. Die Expertenrunde bestand aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung, auswärtigen Städteplanern, Vertretern von Immobilienabteilungen verschiedener Banken, sowie je einem Vertreter der Isnyer Handwerkerzunft, einer in Isny aktiven Baugenossenschaft und der BEI. Letztere wegen eines Energiekonzepts. Die Expertenrunde hat dreimal getagt. In einer ersten Runde war das Anforderungsprofil an das Wohngebiet erstellt worden, worauf Sieber einen ersten Entwurf machte, der in einer zweiten Runde diskutiert wurde. Daraus ist der nun öffentlich vorgestellte städtebauliche Entwurf entstanden.

Auf insgesamt 7,1 Hektar entstehen das Baugebiet der Stadt und das Wohngebiet der Großfamilienstiftung Immler. Eine sehr kleine private Fläche ist in der Gesamtfläche enthalten. Mit dem Eigentümer ist die Stadt in enger Abstimmung. Auf der städtischen Fläche von 5,5 Hektar können in 16 Mehrfamilienhäusern und 18 Kettenhäusern etwa 180 Wohneinheiten verwirklicht werden. Dazu entstünden beispielsweise dreigeschossige Mehrfamilienhäuser entlang des Adeleggwegs. Ein Wohngebiet in dieser Dimension kann keine der umliegenden Städte derzeit entwickeln.

„Wir ziehen das Grün des Schächeles ins Baugebiet“, sagt Fehr zum großzügigen begrünten Teilbereich entlang der Verlängerung der Unteren Öschstraße. Hier könnte, falls notwendig, am Rand zum Schächele hin ein Kindergarten entstehen. Im nördlichen Bereich der Grünfläche sind höherwertige Punkthäuser geplant. Entlang der L 318 ist ein Wall mit Lärmschutzwand vorgesehen, insgesamt etwa sechs Meter hoch. Das ist wegen der Emissionen (Lärm) aus dem Gewerbegebiet jenseits der L 318 zwingend erforderlich. Der Lärmschutz ist in einen Grünstreifen integriert.

Die Entwicklung des Baugebiets erfolgte in relativ kurzer Zeit. „Unser Ziel ist, das Mittelösch möglichst schnell in einen Bebauungsplan umzusetzen“, erklärt Fehr. „Isny braucht bezahlbaren Wohnraum.“

Das Mittelösch stößt bei Investoren und Bauwilligen auf großes Interesse. „Isnyer Handwerker und Firmen sind bestrebt, ihren Mitarbeitern bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stellen zu können. Dazu sind sie auch bereit, selbst zu bauen“, berichtet Fehr.

Die Wohnraumsituation in Isny:
Laut Zensus gab es in Isny 2011 6.325 ständig bewohnte Wohnungen auf 12.961 Einwohner. Das bedeutet durchschnittlich 2,05 Bewohner pro Wohnung, etwas weniger als im baden-württembergischen Durchschnitt. Das statistische Landesamt prognostiziert für 2020 14.415 Einwohner für Isny, für 2035 14.713 Einwohner. Da die tatsächliche Zahl zum 1. Juni 2017 schon 14.104 betrug, rechnet Isny bis 2035 eher mit 15.000 Einwohnern. Das würde einen zusätzlichen Bedarf von 450 Wohnungen bedeuten. Hinzu kämen noch „Sondereffekte“ wie Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, mögliche zusätzlichen Mitarbeiter von Dethleffs und Center Parcs und bereits bestehender Nachholbedarf - etwa 300 Wohnungen.

Isny hat gute Möglichkeiten, etwa 790 Wohnungen zusätzlich zu schaffen. Dazu zählen die Baugebiete Mittelösch (Stadt 180, Großfamilienstiftung 36 Wohnungen) und Lohbauerstraße (70 Wohnungen). Storchenpark und Herrenbergpark werden derzeit realisiert, im nördlichen Bereich des Stephanuswerks sollen ebenfalls Wohnungen entstehen. Die Stadt wird parallel zum Mittelösch auch den Bereich Krankenhaus entwickeln. Die Ortschaften haben ebenfalls noch Potential.

Text und Bild: Stadtverwaltung Isny

 

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