8.500 eCard-Kunden im bodo unterwegs

24.06.2018

[Ravensburg] 8.500 eCard Kunden in nur wenigen Monaten – ein Rekordergebnis, das so nicht erwartet wurde. Knapp ein halbes Jahr nach Einführung des E-Ticketing gilt es jedoch, einige technische Herausforderungen zu meistern. So ist die Funktionstüchtigkeit der Bahnsteig-Terminals derzeit nicht zufriedenstellend.

Wöchentlich erreichen das eCard-Serviceteam in der bodo-Geschäftsstelle zwischen 100 und 200 Anträge für eine eCard. „Das Interesse an unserem innovativen eTicket-Angebot ist weiterhin groß“, so bodo-Geschäftsführer 
Jürgen Löffler. Fahrgäste honorieren damit die klaren Vorteile der eCard. 
Denn Bus und Bahn spontan zu nutzen, ohne Bargeld, ohne Vorab-Fahrscheinkauf am Fahrscheinautomaten oder beim Busfahrer und zudem mit attraktiven Rabatten von 10% und 20%, das hat viele Fahrgäste überzeugt. 

600 Fahrscheindrucker, 100 Bahnhofterminals 

Im Zeitraum von August 2016 bis Dezember 2017 und damit in einer Rekordzeit von nicht ganz 1 ½ Jahren installierten die im bodo organisierten 22 Eisenbahn- und Omnibusverkehrsunternehmen 100 Bahnsteig-Terminals und 600 Bus-Fahrscheindrucker und -Ausstiegsterminals mit den entsprechenden Hintergrundsystemen und stellten die Vernetzung mit dem interoperablen Netzwerk des eTicket-Deutschland her. Das Besondere: Als dritter Verbund Deutschlands bietet bodo ein komplettes „Check-in – Check-out-System“ für Gelegenheitskunden nach dem Standard des E-Ticket Deutschland an. Herausfordernd war die zeitliche parallele Integration des Landkreises Lindau, die planmäßig zum 1. Januar erfolgte.

Fazit nach 6 Monaten

Bernd Hasenfratz, Projektleiter und bodo-Prokurist zieht ein erstes Fazit: 
„Die Fahrzeugsysteme laufen stabil und weisen wenig Störungen auf. Die Geschwindigkeit beim Check-in- / Check-out der eCard ist noch nicht optimal und soll noch erhöht werden. Derzeit laufen hierzu Untersuchungen und Arbeiten an der Software. Die Kunden erlernen das neue System erfreulicherweise sehr schnell und schätzen die Vereinfachung des Ticketings im Verbund.“

Die beim Verbund eingesetzte Software-Anwendung „Ticket-Office“, die von der Softwareschmiede highQ (Freiburg) stammt, erfuhr in den vergangenen Monaten eine Belastungsprobe. Durch intensive Zusammenarbeit mit highQ konnte bodo Optimierungen realisieren und Fehler beseitigen. Auch in den nächsten Monaten arbeitet das bodo-Team weiter intensiv daran, die Prozesse zu optimieren und die Abrechnungsaufgaben dauerhaft zuverlässig zu garantieren. Dass dabei dem Datenschutz höchste Priorität eingeräumt wird, ist für den Verbund selbstverständlich.

Ungeahnte Schwierigkeiten bereiten die neuen Bahnsteig-Terminals des Herstellers Systemtechnik: Obwohl solche Terminals bauartgleich bereits in den Verbünden Schwäbisch Hall und Heilbronn zum Einsatz kommen, sind im bodo von 100 Geräten aktuell 25 nicht betriebsbereit, was laut Angabe des Herstellers auf Softwareprobleme zurückzuführen ist. „Das ist inakzeptabel, verärgert unsere Kunden, bereitet uns erhebliche Mehrarbeit und schmälert die eindeutigen Vorteile des eTicketing“, so Jürgen Löffler. Und weiter: „Wir haben zusammen mit den beschaffenden Eisenbahnverkehrsunternehmen Mitte Mai einen Krisentermin mit Vertretern der Fa. Systemtechnik gehabt, der zu keiner Verbesserung geführt hat. Nun erwägen wir, rechtliche Schritte einzuleiten.“

Nächste Projektstufe

Ungeachtet dessen laufen die Arbeiten in der nächsten Projektstufe des bodo mit Hochdruck weiter: In dieser sollen sukzessive Schülermonatskarten und Erwachsenen-Abonnements von Papier- auf Chipkarten umgestellt werden. Außerdem werden die Echtzeitdaten der Omnibusverkehre sukzessive und Linie für Linie in die bodo-Fahrplanauskunft aufgeschaltet.

Finanziell unterstützt wird die Einführung des E-Ticketing mit Fördermitteln der Länder Baden-Württemberg und Bayern und der Landkreise Bodenseekreis, Lindau und Ravensburg. Es ist die größte und bedeutendste Investition in den Vertrieb des Verbundes seit seinem Bestehen. Die Einführung digitaler Fahrkartenangebote ist zudem Teil der Digitalisierungsstrategie von Verbund und Land.

Der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo), ist der Mobilitätsdienstleister in den drei Landkreisen Bodenseekreis, Lindau und Ravensburg. Der Verkehrsverbund bietet ein einheitliches, einfaches Tarifsystem inklusive der Stadt- und Ortsverkehre sowie die Nutzung von Bus & Bahn mit einem durchgehenden Fahrschein.

Internet: www.bodo.de, www.bodo-freizeitland.de

Mobil: Fahrplan-App für Android und iOS
www.bodo-mobil.de für alle Betriebssysteme

eCard: www.bodo-ecard.de (eTicket-Angebot)

HandyTicket: www.bodo.de/handyticket

Landesweite Fahrplanauskunft: 01805/ 77 99 66
(14 Cent/Min aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunk max. 42Ct/Min)

Text und Bild: Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund GmbH

8.500 eCard-Kunden im bodo unterwegs
 

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